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 Waldstein
 Details
  Karl Slevogt – Sparnecker Autopionier und Rennfahrer (1876 - 1951)
  Am 20. April 1904 fuhr das erste Auto auf den Waldstein. Am Steuer saß Karl Slevogt, der älteste Sohn des damaligen Sparnecker Forstmeisters Franz Slevogt und zu jener Zeit "erster Konstrukteur" und technischer Leiter bei der Firma Cudell Motorkompagnie, Aachen, sowie später Automobil-Konstruktionsmeister bei der Firma Laurin & Clement (heute Skoda).



Slevogt hatte das Automobil selbst konstruiert. Zur ersten Autofahrt auf den Berg im Fichtelgebirge nahm er neben hübschen Mädchen auch seinen Vater (hinten links) mit. In dem Zeitungstext, der am 21. April 1904 erschien, heißt es dazu: "Gestern hat ein Motorwagen der Firma Cudell Motorkompagnie Aachen als erstes Kraftfahrzeug
die Höhe des Waldsteins im Fichtelgebirge erreicht. Der Schmutz war allerdings derartig, dass beim Heimwege über Weißenstadt der Wagen stecken blieb und buchstäblich aus dem Schmutze herausgeschaufelt werden musste."

Auf der Homepage der Stadt Apolda heißt es: 1910 wurde der profilierte Rennfahrer und Konstrukteur Dipl.-Ing. Carl Slevogt (1876-1951) für die Entwicklung neuer Modelle gewonnen. Die von ihm entwickelten Fahrzeuge erhielten den Namen "Apollo", den ab 1912 auch der Betrieb als Firmenbezeichnung übernahm.
Mit der Entwicklung von wassergekühlten Motoren und dem Abwenden von der Kutschenform bei den Apollo-Wagen begann eine neue Ära der Autoproduktion in Apolda. Es wurden Fahrzeuge mit 1-Zylinder-Motor mit 624 ccm bis zum 8-Zylinder-Motor mit 3000 ccm gebaut. Fast alle Teile, außer beispielsweise Reifen, Lampen und Hupen, wurden im Werk produziert.

Die Bedeutung Slevogts für den Automobilbau wird sehr hoch eingeschätzt, man stellt ihn sogar in eine Reihe mit Horch und Porsche. Sein Cousin war übrigens der nicht weniger berühmte impressionistische Maler Max Slevogt.

Ausführliche Informationen zu Karl Slevogt.